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So nutzt man aus, dass das Geld in der Säule 3a lange liegen bleibt

17.01.2025 Pascal Kistler, Vorsorgeexperte beim VZ VermögensZentrum

Wer für sein Alter vorsorgt, ist auf eine vernünftige Rendite angewiesen. Die meisten Sparerinnen und Sparer könnten mehr aus ihrem Geld herausholen.

Wenn die Steuerrechnung auf dem Tisch liegt, lässt sich nur noch wenig optimieren. Vielmehr ist jetzt die letzte Gelegenheit, um Verpasstes im laufenden Jahr nachzuholen. Freiwillige Einzahlungen in die Säule 3a sind für die meisten der beste Weg, um Steuern zu sparen – und gleichzeitig Vermögen für später aufzubauen. Da die Rente seit Jahren sinkt, ist es heute noch wichtiger als früher, sich frühzeitig um die Altersvorsorge zu kümmern. 

Die meisten Sparerinnen und Sparer wollen dabei auf Nummer sicher gehen und parkieren ihre dritte Säule auf Zinskonten. Auch 3a-Lebensversicherungen sind beliebt, während Lösungen mit Wertschriften am wenigsten nachgefragt werden.

Dabei geht vergessen, dass die Inflation einen grossen Teil der Sparzinsen auffrisst, während die Rendite bei Lebensversicherungen schwer nachzuvollziehen ist. Im Vergleich zu Lösungen mit Wertschriften vergeben Sparerinnen und Sparer Zehntausende von Franken, die dann im Alter fehlen. Bei der Wahl der passenden dritten Säule sollte man die folgenden Punkte beachten:

Höhere Rendite

Mit Wertschriften nehmen Sparerinnen und Sparer Kursschwankungen in Kauf. Langfristig erzielen sie dafür praktisch immer eine höhere Rendite als mit einem Konto oder einer Lebensversicherung (Tabelle).

Tiefe Kosten

Tiefe Gebühren sind wichtig, auch bei Wertschriften. Viele Banken bieten oft aktiv verwaltete 3a-Fonds an, die hohe Kosten verursachen. ETF sind hingegen deutlich günstiger, und ihre langfristige Rendite ist in der Regel höher. Zinskonten kosten zwar nichts, die Guthaben werden aber nur minimal verzinst. Die Kosten von Lebensversicherungen sind oft intransparent, und ein vorzeitiger Ausstieg kann teuer werden. 

Flexible Aktienquote Bei einigen Anbietern wählen Sparerinnen und Sparer ihre Aktienquote selbst – und sie können diese jederzeit anpassen. Gut zu wissen: Schon mit einem geringen Anteil an Aktien kann man über die Jahre mehr ansparen als mit einem Konto oder einer Lebensversicherung.

Möglichst viel einzahlen

In die Säule 3a dürfen Jung und Alt einzahlen, sobald sie ein AHV-pflichtiges Einkommen verdienen. Darum sollte man früh beginnen und möglichst kein Jahr auslassen. In diesem Jahr können Angestellte bis zu 7056 Franken einzahlen, Selbstständige ohne Pensionskasse 20 Prozent des Nettoeinkommens bis maximal 35 280 Franken.

Wichtig: Die Einzahlung muss bis zum 31. Dezember bei der Vorsorgestiftung eingehen. Man sollte seine Bank also bis spätestens Mitte Dezember mit der Überweisung beauftragen. Zudem lohnt es sich, mehrere Töpfe zu eröffnen. Damit kann man die Bezüge später staffeln – und so noch mehr Steuern sparen. Eine Auszahlung ist bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel für den Kauf eines Eigenheims, frühestens fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Alters möglich.